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Während in der Philosophie in abendländischen Tradition die Zusammensetzung der Welt auf vier Urelemente (Erde, Feuer, Luft, Wasser) zurückgeführt wurde, wurden in Asien fünf Elemente gesehen: In China Erde, Feuer, Holz, Metall und Wasser, in Indien Erde, Feuer, Luft, Wasser und Äther (Raum). Dabei sind nicht nur die Stoffe an sich gemeint (H20 = Wassser), sondern auch ihre Eigenschaften. Wasser ist beispielsweise feucht, kalt, passiv oder dem Schmecken zugeordnet.
Die Lehre der Fünf Elemente hat starken Einfluss nicht nur auf die naturphilosophischen Strömungen Asiens gehabt, sondern auch auf die Heilkunde, etwa die Traditionelle Chinesische Medizin (→TCM) oder das indische →Ayurveda. Eine Grundlage dieser Lehren ist die Vorstellung, dass wie alles andere auch der menschliche Organismus aus einer „Mischung“ dieser Elemente aufgebaut ist. Wenn sich die Elemente in harmonischem Zusammenspiel befinden, ist der Mensch gesund, Krankheiten werden durch Ungleichgewichte verursacht.
Welches Element im Mangel oder im Überschuss vorhanden ist, kann der Arzt anhand der charakteristischen Symptome zuordnen: Fieber entsteht durch ein Übermaß an Feuer, trockene Haut durch ein Übermaß an Luft usw.
Heilbehandlungen in diesen Traditionen zielen darauf ab, Disharmonien der Elemente beim Patienten wieder ins Gleichgewicht zu bringen – durch die Stärkung mangelnder Elemente oder die Dämpfung dominierender Elemente. |