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Mit dem italienischen Namen Fango wird ein Mineralschlamm aus Vulkanerde bezeichnet, der durch natürliche „Reifung“ in Thermalwasserbecken mit Algen angereichert ist und dementsprechend reich an Elementen wie Jod und Brom ist.
Der geruchlose, gummiartige Brei wird in Öfen erhitzt und dann mit etwa 50° Celsius als Packung aufgetragen. Die heiß-feuchten Packungen bringen den Patienten stark zum Schwitzen, öffnen die Poren und erweitern die Blutgefäße. Die wirksamen Algenbestandteile können so lokal wirken und regen die Produktion körpereigener schmerzdämpfender Endorphine an. Zusammen mit der Wärme bewirkt dies eine deutliche Linderung speziell bei Beschwerden im Gelenk- und Muskelbereich. Die enthaltenen Mineralsalze machen Fango auch wirksam bei manchen Hautkrankheiten, wie z.B. bei Schuppenflechte (Psoriasis). Schulmedizinisch werden Fango-Packungen schon lange eingesetzt.
Der starke Wärmereiz einer Fangopackung kann bei Personen mit Erkrankungen des Herzkreislaufsystems eine Anwendung riskant machen; deswegen sollte die Behandlung von ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden. |