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Pflanzliches Färbemittel, das aus den getrockneten Blättern des in Nordafrika heimischen rund einen Meter hohen Hennastrauches (Lawsonia inermis) gewonnen wird. Die getrockneten Blätter werden pulverisiert und mit warmem Wasser angerührt. Bei dem dabei entstehenden Gärungsprozess geht der grundsätzlich rote Henna-Farbstoff im Verlauf von sechs bis acht Stunden auf das Eiweiß in Haaren, Haut oder Gewebe über und erzeugt einen Farbton, der von orange bis zu dunklem Rotbraun reicht.
Das bakterizid (keimtötend) wirkende Henna wurde bereits im Altertum auch als Heilmittel bei verschiedenen Hautkrankheiten verwendet; auf das Haar wirkt es glättend und kräftigend.
Henna wurde im Orient nicht nur zum Färben der Haare verwendet, sondern auch für dekorative, langanhaltende Hautbemalungen, die sog. Mehndi.
Die heute vermehrt auftretenden allergischen Reaktionen auf Henna-Anwendungen beruhen meist darauf, dass vielen Produkten chemische Substanzen beigemischt werden, um die Färbung zu beschleunigen (z.B. p-Phenylendiamin PPD).
Auch schwarz färbendes Henna, das es in der Natur nicht gibt, enthält meistens chemische Zusätze. Für blauschwarze Töne wird bisweilen auch Indigopulver aus der gleichnamigen Pflanze (Indigo arrecta oder I. sumatrana) zugesetzt. |
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