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Klimakuren

Diese Kuren nutzen die Wirkung von unterschiedlichen Klimaeinwirkungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Luftbewegung auf den menschlichen Organismus.

Besonders Wetter und Witterung der Hochgebirgszone, der Mittelgebirge und der Küste werden in Europa traditionell für therapeutische Aufenthalte genutzt. Besonders →Luftkurorte mit sehr reiner Luft und nachgewiesener positiver Klimawirkung spielen eine wichtige Rolle.

Im Hochgebirge sind typischerweise die Temperaturen relativ niedrig, die Sonneneinstrahlung dafür intensiver als im Tiefland; durch die Höhenlage ist die Sauerstoffsättigung der Luft geringer, was den Körper zur verstärkten Bildung roter Blutkörperchen anregt. Ausserdem ist die Luft weitgehend frei von Staub, Schadstoffen und Pollen, weswegen der Aufenthalt bei allergischem Asthma besonders wohltuend ist.

Das Klima in Mittelgebirgslagen mit Waldgebieten ist meist mild und reizarm, daher eignet es sich gut zur Erholung nach schweren Erkrankungen, bei Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und rheumatischen Erkrankungen.

An der Küste hat die Luft Aerosolqualität, d.h. sie enthält reichlich winzige Wasserpartikel (mit dem meerwassertypischen Salz- und Jodgehalt). Bademöglichkeiten und intensive Sonnenexposition sowie kräftiger Wind machen das typische Reizklima der Meeresküste aus. Besonders bei Erkrankungen der Haut und Schleimhäute, der Atemwege und des Immunsystems wirkt sich Meeresklima positiv aus. Im Ostseebereich ist der Klimareiz milder als an der Nordsee, deswegen ist diese Region eher für empfindliche Personen geeignet.

Der Aufenthalt an heilklimatischen Kurorten ist seit der Antike Bestandteil medizinischer Behandlung, in Deutschland sind Orte mit entsprechendem Klima geprüft und durch offiziele Gütesiegel bestätigt.

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