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(griech. orthós „richtig, recht“). Eine Schule der Ernährungslehre, die besonderen Wert auf den richtigen Anteil an sogenannten Vitalstoffen in der Nahrung legt. Zu den Vitalstoffen werden Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe sowie essentielle Fett- und Aminosäuren gerechnet.
Entsprechend dieser Lehre leiden viele Menschen unter einer Mangelversorgung an bestimmten Vitalstoffen - sei es durch fehlerhafte Ernährungsgewohnheiten oder durch qualitativ minderwertige Lebensmittel.
Dieser chronische Mangel soll die Entstehung zahlreicher Krankheiten begünstigen. Aus diesem Grund strebt die orthomolekulare Ernährung eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen an, was zumeist über Nahrungsergänzungspräparate geschieht.
Die verabreichten Dosen liegen oft deutlich über den von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Mengen; in den meisten Fällen ist dies unbedenklich, in einigen aber (z.B. Vitamin A) kann eine Überdosierung toxisch wirken.
Durch Studien ist der konkrete Nutzen der orthomolekularen Ernährung zwar noch nicht nachgewiesen, die Vertreter dieser Schule berufen sich aber auf persönliche Erfahrungen.
Als Begründer und bestes Beispiel gilt der amerikanische Biochemiker Linus Pauling, zweifacher Nobelpreisträger und bis ins Alter über 90 Jahre rüstig und geistig fit. Von ihm stammt die Definition
"Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit verantwortlich sind." |
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