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Die klassische Pflanzenheilkunde setzt auf die erprobten Wirkungen bekannter Heilpflanzen und ihrer wirksamen Inhaltsstoffe. Die Verwendung von Pflanzen als Heilmittel dürfte eine der ältesten medizinischen Disziplinen sein.
Die Phytotherapie ist sozusagen die Urmutter der modernen Pharmakologie, die auf der Wirkung chemisch nachweisbarer Substanzen (und nicht auf „Schwingungen“ oder "Essenzen“ wie z.B. bei der →Bachblütentherapie) beruht. Die Zubereitungen können als Tee, Extrakt, Tabletten, Umschläge u.a. zur Anwendung kommen.
Nachdem die Pflanzenheilkunde in der westlichen Welt längere Zeit von der Verwendung synthetischer Pharmazeutika fast völlig verdrängt wurde, erlebt sie in den letzten Jahren eine regelrechte Renaissance. Die Einflüsse der →Traditionellen Chinesischen Medizin, des indischen →Ayurveda und die Wiederentdeckung der mittelalterlichen Heilkunde nach Hildegard von Bingen spielten dabei eine große Rolle, zusammen mit der zunehmenden Ablehnung chemischer Medikamente als zu nebenwirkungsreich.
In der homöopathischen und anthroposophischen Medizin war die Phytotherapie immer von großer Bedeutung, aber auch die Schulmedizin setzt wieder stärker auf pflanzliche Heilmittel.
Trotz aller Vorstellungen von „sanfter Medizin“ sind viele Pflanzenheilmittel sehr wirksam, und können deshalb auch deutliche Nebenwirkungen entwickeln. Eine sachgerechte Anwendung ist daher notwendig, die Absprache mit einem Spezialisten empfehlenswert.
Ein Vorteil der Pflanzenheilkunde gegenüber der Behandlung mit chemischen Reinstoffen liegt in der oftmals besseren Verträglichkeit und Wirkung, die durch die zahlreichen „Nebeninhaltsstoffe“ der Heilpflanze bedingt werden. |