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Ein Diätprogramm, das keine Diätvorschriften oder -pläne benutzt, sondern eine psychologische Änderung der Einstellung zum Essen schult. Entwickelt wurde es vom Ehepaar Pearson an einer Chicagoer Klinik; Ziel ist es dabei, den Teilnehmern eine natürliche und unverkrampfte Einstellung zum Essen wieder zu geben.
Bei der Psycho-Diät werden keine Kalorien durch Esspläne eingespart, vielmehr wird davon ausgegangen, dass das Eingehen auf natürliche Bedürfnisse entsprechen regulierend wirkt.
Grundlage ist eine Unterscheidung von "summenden” und "winkenden” Lebensmitteln. Spürt man ein Verlangen nach einem bestimmten Lebensmittel, ohne dass ein äußerer Reiz dazu führte, „summt“ es, d.h. der Körper verlangt danach. Wird der Wunsch primär von außen geweckt, „winkt“ das Lebensmittel. Diesem Verlangen sollte nicht nachgegeben werden, da von körperlicher Seite her kein wirklicher Bedarf besteht und das Essen weder gesund ist noch wirklich ein Verlangen befriedigt.
Theoretisch mag diese einfache Unterscheidung gut funktionieren, in der Praxis haben die meisten Übergewichtigen jedoch relativ stark gestörte Ernährungsinstinkte. Für sie ist eine Orientierung am eigenen Verlangen nicht ausreichend, weder vom Maß der Kalorienreduktion her noch von der Ausgewogenheit der Nahrung. |