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Indiaca – Spielen wie die Indianer |
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(kd) Die Sonne scheint, es ist warm, es zieht uns nach draußen. Aber einfach nur so herum sitzen? Ein bisschen Bewegung täte gut. Wie wäre es jetzt mit einer Runde Ball spielen? Zu fade? Na, dann versuchen Sie es doch mal mit dem Herumschlagen eines gefiederten Säckchens. Das klingt vielleicht absurd, doch viele Menschen kennen das bereits und es werden immer mehr.Indianer und Petaca Indiaca heißt das Zauberwort, und es bezeichnet genau das soeben beschriebene Säckchen zuspielen. In den 1930er Jahren spazierte der Sportlehrer Karlhans Krohn in Brasilien an der Copacabana entlang und beobachtete dabei Einheimische, die dort das Spiel Petaca mit einem solchen Säckchen spielten. Er brachte einige der „Bälle“ nach Deutschland und machte sich daran, die Indiaca (ein Kunstwort aus Indianer und Petaca) zu entwickeln. Nach dem Zweiten Weltkrieg breitete sich diese neue Sportart in Deutschland aus. Und wie für unser Land typisch, wurden auch schon bald die ersten Vereine gegründet und Meisterschaften ausgetragen. Seit 1998 trägt der Deutsche Turnerbund regelmäßige Deutsche Indiaca-Meisterschaften aus und natürlich gibt es inzwischen auch die Deutsche Indiaca-Liga. Im Mai 2000 wurde schließlich die International Indiaca Association gegründet, der neben Deutschland und einigen weiteren europäischen Ländern auch Japan angehört. Die erste Weltmeisterschaft war damit nur eine Frage der Zeit und fand auch prompt im August 2001 statt. Die mittlerweile dritte WM wird übrigens vom 18.8.- 24.8. 2008 im luxemburgischen Ettelbruck ausgetragen. Einfache RegelnDer Aufbau und Ablauf eines Indiaca-Spiels ist relativ einfach und ähnelt sehr dem Volleyball. Durch ein Netz getrennt stehen sich jeweils 5 Spieler auf einem 16x6 m großen Spielfeld gegenüber, drei davon vorn am Netz, die beiden anderen decken den Raum. Die Regeln sind dem Volleyball abgeschaut und wie dort versucht nun die eine Mannschaft die Indiaca ins gegnerische Feld zu bekommen. Aufschlag, Zuspiel von unten, Zuspiel von Oben, Schmettern, Blocken, das alles kennen Sie vermutlich aus dem Volleyball. Im Indiaca-Spiel ist es nicht anders. Zum Spielen dürfen Sie neben der Hand auch den Arm bis zum Ellbogen hin benutzen. Freizeitspaß Doch nicht jeder, der eine Indiaca zur Hand nimmt, will und muss gleich an irgendwelche Meisterschaften denken. Gehen Sie’s locker an und betrachten Sie das Spiel mit dem gefiederten Bällchen einfach als Freizeitspaß. Auch dann werden Sie noch eine Menge Vorteile davon haben. Haben Sie schon mal Volleyball gespielt und sich anschließend über die blauen Unterarme geärgert, weil Sie das mit dem Baggern noch nicht so raus hatten? Oder tun Ihnen die Finger vom vielen Pritschen weh? Dann ist die Indiaca die ideale Alternative, denn bei dem federleichten „Ball“ müssen Sie sich darüber keine Sorgen machen. Aber auch ihre Koordinationsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit wird durch das Spiel geschult. Im Übrigen üben Sie damit spielerisch auch ihre Beidhändigkeit, denn Sie werden zwangsläufig mit beiden Händen spielen. Eines der wichtigsten Argumente jedoch, dieses Spiel einmal auszuprobieren ist: Es macht enorm viel Spaß. Und was wollen wir mehr? (Bilder und fachliche Beratung: Gabi Rothermel, Technisches Komitee Indiaca im Deutschen Turnerbund) |
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(kd) Die Sonne scheint, es ist warm, es zieht uns nach draußen. Aber einfach nur so herum sitzen? Ein bisschen Bewegung täte gut. Wie wäre es jetzt mit einer Runde Ball spielen? Zu fade? Na, dann versuchen Sie es doch mal mit dem Herumschlagen eines gefiederten Säckchens. Das klingt vielleicht absurd, doch viele Menschen kennen das bereits und es werden immer mehr.