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Peeling: Sanft aus der Haut fahren

(mm) Der Begriff Peeling („Schälung“) ist aus dem Vokabular der Kosmetikbehandlungen kaum wegzudenken, und das mit Recht.
Die menschliche Haut ist ein stark regenerierendes Organ; in ihren tieferen Schichten werden dauernd neue Zellen nachgebildet, während die der obersten Schichten absterben, verhornen und schließlich abgestoßen werden.
Die Hornschicht (stratum corneum), also die äußerste Lage der Oberhaut (Epidermis) ist bedeckt mit einer mehr oder weniger geschlossenen Schicht an abgestorbenen Hautzellen, die einen wichtigen Schutz für die darunterliegenden und noch lebenden Zellen der tieferen Hautschichten darstellen.

Wenn die natürliche Abschilferung der abgestorbenen Hautschüppchen gestört ist (stoffwechselbedingt, durch trockene Haut, zu geringe Sonnenlichtexposition, ein Übermaß an fetthaltiger Hautpflege), können sich Zellklümpchen (Schuppen) an der Oberfläche festsetzen – die Haut wirkt dann rau, glanzlos und matt und leicht grau.
Wie man sich anhand der Ursachen vorstellen kann, ist das gerade zum Ende des Winters hin oft der Fall.

Frühjahrsputz für die Haut
Der Sinn von Peelings ist es, die Haut von diesen überflüssigen Schalenresten zu befreien, damit der Teint wieder frisch, glatt und rosig wirken kann.
Neben oberflächlichem Peeling, das im Prinzip nur eine sehr gründliche Reinigung der Haut darstellt, gibt es auch tiefer gehende Peelingmethoden, die einen großen Teil der oberen Hautschicht abtragen und zur Glättung von Aknenarben oder Falten dienen sollen.
Aber schon das kosmetische Oberflächenpeeling, das sich problemlos zu Hause durchführen lässt, hilft gegen trüben Teint, Mitesser und vergrößerte Poren. Auch vor jeder Art von Bräunung, ob mit Selbstbräunern oder in Sonne oder Solarium, empfiehlt sich ein Peeling für ein besseres und gleichmäßigeres Ergebnis.
Oberflächenpeelings können am einfachsten mechanisch durchgeführt werden, oder chemisch, oder mit einer Kombination aus beiden Methoden.
Das mechanische Peeling benutzt raue Oberflächen, um die Hornschüppchen der Haut abzuschilfern. Das kann mit einem harten Frotteetuch oder Bürsten, dem traditionellen orientalischen Ziegenhaarhandschuh, oder mit Schleifpartikeln wie Salz, Zucker, Sand, Tonerde, Hanf- oder Bambusschrot passieren.
Chemische Peelingsubstanzen lösen durch leichte Säurewirkung abgestorbene Hautschüppchen ab und regen die Durchblutung der tieferen Hautschichten an. Verwendet werden meistens Fruchtsäuren, Trichloressigsäuren (TCA), Retinoidsäuren (Vitamin-A-Säure) und Phenolverbindungen.

Risiken
Oberflächliches Peeling birgt kaum Risiken, wenn man nicht unsinnig übertreibt. Zu häufige Anwendung (wöchentlich oder mehr) kann allerdings kontraproduktiv sein und die Verhornung anregen. Oberflächliche Äderchen („Besenreiser“) werden manchmal durch Peelings deutlicher, und zu grobe Behandlung kann schlicht zu einer mechanischen Hautreizung führen. Chemische Peelings können darüberhinaus Überempfindlichkeiten und eine verringerte UV-Toleranz hervorrufen.

Ein Rezept für zuhause
Versuchen Sie doch einmal folgendes Rezept, um Ihrem Frühlingsteint auf die Sprünge zu helfen:
Vermengen Sie 50 ml Sandelholz- oder Nachtkerzenöl mit Meersalz und einigen Tropfen Zitronensaft sowie etwas Honig, bis eine dickflüssige Paste entsteht. Waschen Sie ihr Gesicht lauwarm mit einer milden Seife, und tragen Sie die Peelingpaste gleichmäßig auf, sparen Sie aber die Partien um die Augen und die Lippen aus. Massieren Sie die Haut mit sanftem Druck in kreisenden und streichenden Bewegungen, bis die Paste sich zäher anfühlt oder Sie genug haben.
Waschen Sie die Reste mit warmem Wasser ab, tupfen Sie die Haut trocken, und verteilen Sie ein paar Tropfen des Öls. Und der Sommer kann kommen...

(Bildquelle:pixelio, Photocase)

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