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Unfeiner Staub |
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(db) Feinstaub ist in der Diskussion. Spätestens seitdem die verpflichtende Umsetzung entsprechender EU-Richtlinien in das Bewusstsein der Öffentlichkeit geraten ist, ist das Wort in aller Munde. Es stellte sich nämlich heraus, dass besonders in städtischen Ballungsräumen die zurzeit gemessenen Werte nicht geeignet sind, die strengen Normen zu erfüllen.Guter Staub und böser Staub Die Atmungsorgane des menschlichen Körpers sind vor dem Eindringen schädlicher Partikel, wie sie in der Luft vorkommen, eigentlich recht gut geschützt. Schleimhäute in Nase und Mund filtern allerdings nur die größeren Partikel aus der Atemluft. Der feinere Staub hingegen, etwa alles was kleiner ist als 10 Mikrometer, dringt ungebremst in die Lunge ein. Und das bleibt nicht ohne Folgen. Zu den Auswirkungen gehört die Verstärkung von Allergiesymptomen, die Zunahme von asthmatischen Anfällen, Atemwegsbeschwerden und Lungenkrebs. Daneben werden auch Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt) angenommen. Für die Brisanz des Staubes ist neben der Giftigkeit der Stoffe, aus denen er sich zusammensetzt (Blei, Vanadium oder Quecksilber), auch die Größe entscheidend. Je feiner der Staub, desto tiefer dringt er in die Lunge ein. Auch die Herkunft ist von Belang: Stäube aus Verbrennungsprozessen (Abgase, Zigarettenrauch) sind um einiges gefährlicher als natürliche Stäube (Pollen). Viele QuellenFest steht: Die Belastung mit Feinstaub ist in einigen deutschen Städten so hoch, dass eigentlich radikale Maßnahmen gefordert sind, um die Luft reiner zu machen. Eine der schmutzigen Kreuzungen ist z.B. das Neckartor in Stuttgart. Hier werden bei entsprechenden Wetterlagen mit stehender Luft die Grenzwerte an vielen Tagen des Jahres überschritten - an viel zu vielen, denn eigentlich dürften es nur 35 sein. Abhilfe zu schaffen ist aber nicht ganz einfach, denn die Entstehung der Fein- und Feinststäube ist komplex. Hauptverursacher mit ihrem jeweiligen Prozentanteil sind: Industrie (35%), Privathaushalte (20%), Straßenverkehr (17%), Strom- und Fernwärmeerzeugung (11%)(Stand: Mai 2006). Trotz dieser Zahlen konzentriert sich die Diskussion im Wesentlichen auf den Straßenverkehr, insbesondere auf die mit Diesel betriebenen Fahrzeuge. Hier sollen Partikelfilter Abhilfe schaffen, wobei ein Punkt außen vor bleibt: Ein nicht geringer Teil der durch den Verkehr erzeugten Stäube wird durch Abrieb der Bremsen und des Straßenbelages verursacht. Da nützt der beste Filter nicht... Letzendlich helfen nur radikale Fahrverbote, wie sie in einigen europäischen Großstädten (London, Rom) bereits gelten. In Österreich wurden ganze Luftsanierungsgebiete geschaffen, wie z.B. im Inntal (Tirol), um der durch den europäischen Fernverkehr verursachte Luftverschmutzung zu begrenzen. Wie geht es weiter? (fk) Viele Innenstädte sind jetz tabu für Autos, die die entsprechende Feinstaubplakette nicht vorweisen können. Dem Bremsabrieb sind die Plaketten allerdings egal...und was andere Feinstaubquellen v.a. aus der Industrie angeht, besteht immer noch akuter Handlungsbedarf. Seien wir froh um einen viel versprechenden Anfang und hoffen, dass auch andere Ursachen für Feinstaubbelastung bald und dauerhaft reduziert werden können...unsere Lungen werden es uns danken. (Bildquelle: Photocase, pixelio) |
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(db) Feinstaub ist in der Diskussion. Spätestens seitdem die verpflichtende Umsetzung entsprechender EU-Richtlinien in das Bewusstsein der Öffentlichkeit geraten ist, ist das Wort in aller Munde. Es stellte sich nämlich heraus, dass besonders in städtischen Ballungsräumen die zurzeit gemessenen Werte nicht geeignet sind, die strengen Normen zu erfüllen.