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Schwitzen & Frieren - Thermoregulation des Körpers |
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(me) Schwitzen: unser KühlsystemTeneriffa – 38 Grad – die Frisur sitzt. Doch leider fließt am Urlaubsort angekommen der Schweiß in Strömen. Entspannt der Nordeuropäer dann nicht am Pool, sondern entscheidet sich für sportliche Aktivität, stößt das körpereigene Kühlsystem schnell an seine Grenzen. Was passiert im Körper? Hitze und Bewegung lassen die etwa drei Millionen Schweißdrüsen in der Haut produktiv werden. Das Wasser auf der Haut verdunstet, es entsteht Kälte, die den Körper erfrischt und die Temperatur konstant hält. Zusätzlich erweitern sich die Blutgefäße in der Haut, um überschüssige Wärme an die Umgebung abzugeben. Ohne dieses System würde unser Körper schnell überhitzen. Eine Stunde Ausdauersport, und unsere Körpertemperatur würde von 36,5 auf über 45 Grad ansteigen. Probleme bekommt unsere Kühlung allerdings, wenn wir nicht genügend Flüssigkeit zu uns nehmen oder die Umgebungsluft viel Feuchtigkeit enthält. Die Körpertemperatur steigt bei unzureichender Schweißproduktion an, die Herzfrequenz erhöht sich – ein Kollaps wäre die Folge. Beim Sport und in warmen Gegenden gilt daher: Viel Trinken und den Organismus nicht überfordern! Nach ungefähr drei Wochen hat sich der Körper einem neuen Klima angepasst – er schwitzt weniger. Tipp: Wer seine Ausdauer trainiert, entwickelt ein ökonomischeres Kühlsystem. Ein Sportler beginnt früher zu schwitzen, die Körpertemperatur steigt langsamer an und die Gefahr einer Überhitzung ist geringer. Es wird mit der Zeit nur soviel Wasser abgegeben, wie auch verdunsten kann – und der Schweiß enthält weniger Salze. Auch regelmäßiges Saunieren reguliert die Schweißproduktion. Frieren: ein Schutzreflex Anders im Skiurlaub. Wer sich nicht bewegt, fängt schnell an zu frieren. Auch in einer kalten Umgebung ist der Körper bemüht, seine Temperatur konstant zu halten. Wie macht er das? Die Schweißproduktion wird eingestellt, die Blutgefäße ziehen sich zusammen, um den Wärmeverlust möglichst gering zu halten. Finger, Zehen und Ohren werden weniger durchblutet, denn sie sind zum Überleben nicht wichtig. Vorrangig ist, dass die Körperkerntemperatur konstant bleibt. Die Muskeln fangen an zu zittern, die Körperhaare stellen sich auf – wir bekommen eine Gänsehaut. Das Aufstellen der Körperbehaarung ist ein Relikt aus der Urzeit, als der Mensch noch üppiger „bewachsen“ war. Das gesträubte Fell bildete bei Kälte ein kuschelig wärmendes Luftpolster. Heute muss sich der Körper allein mit Bibbern helfen, denn die Muskelkontraktionen erzeugen Wärme. Je kälter uns ist, desto mehr zittern wir. Bewegen wir uns aktiv, wird uns beim Verbrennen von Kohlenhydraten und Fetten wieder warm. ![]() Tipp: Da Sehnen, Bindegewebe und Gelenke bei Kälte weniger durchblutet werden, steigt das Verletzungsrisiko. Ein gründliches Aufwärmprogramm vor dem Sport ist im Winter daher besonders wichtig! Der kleine Unterschied Eine Frage, die seit langem die Welt bewegt: Warum frieren Frauen eher als Männer? Laut Statistik besteht ein Mann durchschnittlich zu 40 Prozent aus Muskeln und zu 15 Prozent aus Fett. Eine Frau kann im Durchschnitt nur 25 Prozent Muskelmasse, dafür aber 25 Prozent Fett vorweisen. Muskelarbeit produziert Wärme, daher sind Männer im Vorteil. Fett dagegen isoliert - so müsste die Frau dieses „Manko“ eigentlich ausgleichen können. Unser heutiges Schönheitsideal steuert dem aber teilweise entgegen - ein schlanker Körper friert schneller. Hinzu kommt, dass Frauen eine dünnere Haut besitzen, die schneller abkühlt und das Kälteempfinden so zusätzlich beeinflusst. Und weil das Unterhautfettgewebe, das bei der Frau dicker als beim Mann ist, isoliert es stärker zum warmen Untergrund hin. Die männliche Hautoberfläche ist bei Kälte deshalb bis zu drei Grad wärmer als die einer Frau. Da unsere Thermorezeptoren vor allem in der Haut sitzen, „fühlen“ sich Frauen einfach eher kalt. Bildquelle: photocase.com |
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(me) 