Shop
anmelden    

zurück zum Magazin

Typberatung: Sommer oder Winter?

(mm) Seltsam, aber nicht unerklärlich: Manche Menschen wirken sogar in schrill-bunter Kleidung irgendwie farblos, während andere trotz dezenter Farbwahl unharmonisch wirken.
Der Grund dafür ist, dass Farben niemals aus sich allein heraus wirken, sondern immer in der Kombination mit anderen Tönen. Sie erscheinen dann subjektiv heller oder dunkler, klarer oder gedämpfter, wärmer oder kälter.
Von jeder Grundfarbe existieren Tausende von wahrnehmbaren Schattierungen und Nuancen - kein Wunder also, dass allgemein gültige Aussagen über harmonische Farbkombinationen nicht möglich sind.
Trotzdem - für eine ansprechende Erscheinung werden Sie nicht darum herum kommen, sich einige Gedanken über „Ihre Farben“ zu machen, sei es Teint, Haarfarbe, Make-up oder Kleidung.
Unser Themenschwerpunkt diesen Monat soll Ihnen dabei behilflich sein.

Wir sind alle Farbige
„Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung“ - diese Weisheit gilt für die Typberatung sogar ganz besonders. Erst wenn Sie eine konkrete Vorstellung von Ihrem eigenen Farbtypus haben, können Sie richtige Entscheidungen bezüglich Ihres Outfits treffen.
Die Farbwirkung eines Menschen hängt vom Farbschlag der Haut, der Haare und der Augen ab.
Dafür ist in erster Linie die  Pigmentierung verantwortlich, die durch die Einlagerung des schwarz-braunen Eumelanin und des gelblich-roten Phäomelanin zustandekommt. Diese beiden Farbstoffe werden von speziellen Zellen (den Melanozyten) produziert und in die Haut, den Haarschaft und die Iris des Auges eingelagert. Sie haben die Aufgabe, zellschädigende UV-Strahlung von tieferen Gewebeschichten abzuhalten.
Die Stärke der Pigmentierung ist genetisch fixiert; Haar- und Augenfarbe bleiben von äußeren Einflüssen unberührt, die Haut dagegen dunkelt bei UV-Einstrahlung bis zu einem vorgegebenen Maximum nach. Mit dem Alter lässt allmählich die Leistung der Melanozyten nach: weiße bzw. grau erscheinende Haare sind kaum noch pigmentiert, und die Haut wird heller.

Auch das Mischungsverhältnis der beiden Melaninvarianten ist angeboren und ändert sich im Laufe des Lebens nicht. Zusammen mit den Faktoren wie Haut- und Haardicke und Durchblutung bestimmt es unsere farbliche Ausprägung.
Menschen mit reichlich Phäomelanin haben einen warmen orange-goldenen Unterton in ihrer Pigmentierung, egal ob sie insgesamt eher hell oder dunkel sind. Ein geringer Anteil dieser Melaninvariante dagegen führt zu einem eher kühlen Farbeindruck.
Eine gute Durchblutung verstärkt einen rosig-warmen Ton, ansonsten überwiegen eher kühle bläuliche oder grünliche Töne. Dickere Haut wirkt etwas dämpfend auf den farblichen Gesamteindruck, dünnere Haut dagegen intensiviert ihn.
Da Haut-, Haar- und Augenfarbe auf derselben „Mischung“ beruhen, passen sie „von Natur aus“ zusammen. Dementsprechend ist bei Haarcolorationen oder farbigem Make-up die Gefahr groß, dass der neue Ton nicht zum eigentlichen Typ passt.

Vier Jahreszeiten
Klingt alles sehr kompliziert? Glücklicherweise gibt es eine sehr einprägsame Kategorieneinteilung, die Typen nach den Vier Jahreszeiten benennt:
Der Wintertyp hat entweder sehr blasse, fast weiße Haut oder einen olivbräunlichen Teint. Seine Haare sind dunkel ohne Tendenz ins Rötliche, die Augen dunkelbraun oder hell blau bzw. grau.
Prominente diesen Typs wären Elizabeth Taylor und Johnny Depp.
Der Frühlingstyp hat einen hellen, rosigen Teint mit einem leicht orange-goldenen Ton, klare hellblaue oder grünliche Augen und blondes Haar mit einem Stich ins Rötliche.
Prominente Beispiele wären Nicole Kidman und Terence Hill.
Der Sommertyp besitzt einen hellen, eher karamelfarbenen Hautton, graue oder graublaue Augen und hell- bis dunkelblondes Haar ohne Rotanteile. Prominente Sommertypen sind Cameron Diaz und Dennis Quaid.
Der Herbsttyp zeichnet sich durch cremefarbene bis goldbronzene Hautfarbe aus, hat meist hellbraune oder grünliche Augen und rötlichbraunes Haar. Bekannte Herbsttypen sind Julia Roberts oder Kevin Costner.

Ein Methode, wie Sie Ihren Typ am besten bestimmen können:
Kämmen oder binden Sie das Haar straff nach hinten und legen Sie ein weißes Tuch um Hals und Schultern, damit nichts von Ihrem Gesicht ablenkt.
Halten Sie dann abwechselnd eine Farbkarte oder ein Stoffstück in reinem Orange oder intensivem Magenta ans Gesicht. Machen Sie mit Orange einen frischeren und jüngeren Eindruck, sind Sie ein Frühlings- oder Herbsttyp (warme Ton), ist Pink besser, dürften Sie ein Sommer- oder Wintertyp sein (kühler Ton).
Die endgültige Entscheidung fällt, wenn Sie denselben Farbtest mit einer hartweißen und einer wollweißen Probe machen: Macht wollweiß Ihre Züge weicher, sind Sie der Frühlings- bzw. Winter-Typ, während hartweiß dem Herbst- bzw. Sommertyp besser zu Gesicht steht.

Eine präzisere Analyse und zusätzlich eine wertvolle Beratung bekommen Sie bei einer Farb- und Typberatung oder bei geschulten Visagisten und Stylisten. Das ist gar nicht mal so teuer, und lohnt sich langfristig auf jeden Fall, wenn Sie das beste aus Ihrem Typ machen wollen.

(Bildquelle: Londa)

zurück zum Magazin
Unsere Domains: www.wellnessauskunft.de | www.w-i-a.de | www.weau.de | www.mywi.de
www.wellnessfan.de