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Gesundheit am Arbeitsplatz


Gesunde Arbeitsatmosphäre schaffen
Auch bei der täglichen Arbeit im Büro auf die Gesundheit zu achten, scheint für viele selbstverständlich. Dennoch werden viele Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz hingenommen, obwohl die Sinne, aber auch Körper und Geist in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies beeinträchtigt Konzentration und Arbeitsleistung. Hier ein paar Tipps die äußeren Bedingungen zu optimieren.

Augen – Bildschirm
Kopfschmerzen werden weitgehend eingeschränkt, wenn der Monitor möglichst blendungsarm und augenschonend ist. Spiegelungen (durch Schreibtische oder Fenster) sollten vermieden werden und die Deckenbeleuchtung muss gleichmäßig im Raum verteilt sein. Das Licht dieser indirekten Leuchten blendet nicht und hinterlässt keine Reflexe auf dem Monitor. Die Entfernung des Bildschirms beträgt ca. 60 Zentimeter vom Gesicht. Eine dunkle Schrift auf hellem Untergrund wirkt auch Spiegelungen entgegen. Die Schrift am PC muss mühelos gelesen werden können. Auch sollte auf regelmäßiges Blinzeln am PC geachtet werden. Andernfalls kann es zum sog. "Office Eye Syndrom" kommen. Die Augen fühlen sich strapaziert und müde an, oft verbunden mit einem Trockenheits- und Fremdkörpergefühl. Computerarbeiter sollten daher ihre Augen regelmäßig vom Bildschirm abwenden und in eine Ruheposition bringen.

Ohren – Lärmpegel
Lärm macht krank, das ist allgemein bekannt. Seit 2006 gelten in ganz Europa niedrigere Grenzwerte für Geräusche am Arbeitsplatz. Lärm führt zu Stress, der Kreislauf und Immunsystem schwächt. EU-Schätzungen zufolge sind europaweit etwa 60 Millionen Arbeitnehmer während eines Viertels ihrer Arbeitszeit Lärm ausgesetzt. Lärmschwerhörigkeit gehört in der EU zu den am häufigsten gemeldeten Berufskrankheiten.

Atmung – Feinstaub
Untersuchungen zeigen immer wieder, dass der Feinstaub in Büros größer ist als auf der Straße oder in einem verrauchten Zimmer. Dies wird im allgemeinen auf die Laserdrucker und Kopierer zurückgeführt. Diese sollten aus diesem Grunde in einem separaten Raum benutzt werden. In diesem Zusammenhang ist auf regelmäßiges Stoßlüften zu achten. Neben der Bewegung beim Gang zum Fenster erhöht die regelmäßige Sauerstoffzufuhr die Konzentrationsfähigkeit. Ein gekipptes Fenster ist nicht ausreichend.

Körper – Bewegungsmangel
Über einen ergonomisch durchdachten Arbeitsplatz verfügt nur etwa ein Viertel der Beschäftigten in deutschen Unternehmen. Aber selbst, wenn der Arbeitsplatz allen Erfordernissen entspricht, ist es immer wichtig auf Bewegungspausen zu achten. Das Dauersitzen belastet die Wirbelsäule, dazu kommen falsches Sitzen und einseitige Beanspruchung der Wirbelsäule . So sind Rückenleiden inzwischen die häufigste Ursache von Krankmeldungen und Arbeitsunfähigkeit. Neben häufigem Wechseln der Sitzposition können regelmäßiges Aufstehen und kurze Pausen für Gymnastik eine Erleichterung schaffen. Wer es irgendwie einrichten kann, sollte sogar abwechselnd im Sitzen und im Stehen arbeiten. So kann man sich beispielsweise vornehmen, beim Telefonieren grundsätzlich aufzustehen. Ggf. auch auf und ab zu gehen.

Damit Sie Ihr „Fingerspitzengefühl“ behalten
Oft werden Computer-Bildschirme zu hoch aufgestellt. Das führt zu Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich. Die Tastatur muss genügend Platz zur Auflage der Hände bieten sollte zehn bis 15 Zentimeter von der Tischkante entfernt sein. Der optimale Neigungswinkel beträgt fünf bis 15 Grad. Die Handballen sollen in Eingabepausen immer mal wieder auf den Tisch gelegt werden können. Die Arbeit mit der Maus verursacht oft Verspannungen von Schultern, Nacken und Arm. Deshalb ist darauf zu achten, die Maus körpernah zu bedienen und Doppelklicks zu vermeiden. Sinnvoll ist es auch mit Tastenkombination anstelle des Klicks zu arbeiten. Auch das Zehnfingersystem verteilt die Belastung besser. Es ist wichtig zwischendurch die Hände ausschütteln, die Finger mehrere Sekunden durch Spreizen anspannen und dann wieder lösen, Faust ballen und wieder lockern. Kalte Gelenke sind wenig belastbar, da dass auch eine angenehme Raumtemperatur zu achten ist.

Astrid Radtke ist Expertin für Organisationsplanung.

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