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10 Jahre BINZ-THERME - Eine Erfolgsstory

10|09|10

Binz/Rügen, 31. Juli 2008:

Ein Hotel feiert seinen 10. Geburtstag


Die Hertha-Quelle bei Binz

Die Göttin Hertha spielt in der Sagenwelt Rügens eine bedeutende Rolle. Der Hertha-See und die Hertha-Buche auf Jasmund sind weit über die Grenzen der Insel hinaus bekannt. Nur Wenigen ist dagegen die Legende gegenwärtig, die sich um die Hertha-Quelle bei Binz abgespielt hat:


Die germanische Göttin Hertha liebte es, zur Erntezeit auf einem mit Kühen bespannten Wagen übers Land zu fahren. Dabei kam sie eines Tages auch an jene Stelle, an der heute die Orte Binz und Prora aufeinander treffen. Hier befand sich ein Lager der Ausgestoßenen, der Alten und Kranken aus den umliegenden Dörfern. Hertha war eine barmherzige Göttin und als sie sah, welches Elend sich vor ihr ausbreitete, ließ sie einen Quell aus dem Boden treten. Der war so gut, dass die Alten und Kranken Genesung und Verjüngung erfuhren. Schnell verbreitete sich die Kunde davon übers Land. So erfuhr eines Tages auch ein reiches Weib aus Wittow von der Quelle. Viele Tage lief es, um an der Quelle ihre Jugend wiederzuerhalten. Dort eingetroffen, wo sich inzwischen wieder viele Menschen versammelt hatten, wollte es keine Zeit mehr mit Warten verlieren und drängte beiseite, was sich ihr in den Weg stellte. Direkt an der Quelle stießen ihre Füße ein altes, verhärmtes Mütterchen in den Sand und ihre zornigen Flüche ergossen sich über die Umstehenden. Im selben Augenblick aber versiegte daraufhin die Quelle auf immer im sandigen Boden des Dünenwaldes. Tief unter der Insel Rügen, im ewigen Dunkel des Schoßes der Mutter Erde, bildete sich aus dem Wasser ein Meer. Wem es gelänge, die Quelle wieder ans Licht zu holen, dem würden Schmerzen und Leiden gelindert und ein Stück seiner Jugend zurückgegeben...


Die alte Sage, der Wünschelrutengänger und eine Idee…

Wolfgang Möser, gebürtiger Binzer, hatte von Jugend an den Traum, einmal ein Hotel zu bauen. Etwas Besonderes sollte es werden. Was aber genau, war ihm lange nicht bewusst. Bis er eines Tages von der Hertha-Sage hörte. Was, wenn an dieser Sage etwas dran wäre? Wer Wolfgang Möser kennt, weiß, dass ihn der einmal gefasste Plan, sich weiter mit der Sage zu befassen, nicht losließ. Nach langem Suchen stieß er in einem verstaubten Archiv auf weitere Details. Mit einem Wünschelrutengänger suchte er dann den vermeintlichen Platz auf – und hatte Glück. „Wie Espenlaub zitterte die Wünschelrute“, strahlt Möser heute noch. Kein Wunder, denn statt einer wurden gleich 4 Quellen geortet. Ob sie das sagenhafte Thermalwasser der Göttin Hertha zutage fördern würden? Gigantisches Bohrwerkzeug wurde nach Binz gebracht, monatelang fraßen sich mächtige Bohrer Meter für Meter durch Sand, Steine und später durch eine rund 600 Meter starke Kreideschicht. Schon nach 150 Metern sprudelte die erste Quelle, nach 285 Metern die zweite und nach 750 Metern die dritte, bevor die Bohrung in 1.222 Metern auf eine vierte, äußerst ergiebige und intensive Heilquelle traf. Wolfgang Möser ließ es sich natürlich nicht nehmen, als erster darin ein Bad zu nehmen und danach stand für ihn fest: Sein Hotel würde ein Thermalhotel, wie es auf der ganzen Insel kein zweites geben sollte. Nur einen „Muschelschnipser“ vom endlosen Sandstrand entfernt, mitten in der Ruhe des kleinen Dünenwäldchens entstand so das Seehotel BINZ-THERME, das über den einmaligen Schatz des Heilwassers aus der sagenhaften Thermalquelle verfügt. Ob es die Menschen verjüngt und die „ewige Jugend“ schenkt? Finden Sie es am besten selbst heraus, ob Sie die sagenhafte Wirkung der Hertha-Quelle spüren…

Wenn der Vater mit dem Sohne ...


Herzlichen Glückwunsch zu 10 Jahren BINZ-THERME! Wie gut klappt denn das eigentlich bei Ihnen beiden, Herr Möser junior?

Markus Möser, der Hoteldirektor:

Im großen und ganzen schon. Jeder hat seinen Bereich und hat dort das Sagen. Vieles machen wir aber auch wirklich partnerschaftlich.

 

Können Sie das bestätigen, was Ihr Sohn sagt?

Wolfgang Möser, der Bauherr und Geschäftsführer:

Ja, voll und ganz. Er hält mir den Rücken frei, damit ich einige, nicht ganz unwesentliche Dinge wie Betriebsführung, Marketing und Personalwesen erledigen kann.

 

Das klingt gut. Herr Möser, mal ehrlich: Als Sie vor 10 Jahren eröffnet haben, hatten Sie an so einen großen Erfolg geglaubt?

Wolfgang:

Na ja, ganz ehrlich nicht so ganz. Ich war überzeugt, dass wir mit der Hertha-Quelle den „Renner“ auf der Insel haben würden… aber 250 Zimmer und Suiten müssen auch erstmal belegt sein. Finanziell war es für meine Partner, die Gesellschafter des Seehotels BINZ-THERME und den Mitgeschäftsführer, Herrn Ganssauge, nicht immer so einfach. Immerhin haben wir das ganze Jahr geöffnet, aber leider nicht das ganze Jahr Saison.


Wie schaffen Sie es trotzdem, über die klassischen Ferien hinaus für den Gast attraktiv zu sein?

Markus:

Wir haben natürlich zwei ganz wichtige Voraussetzungen für Ganzjahres-Urlaub: „Heiße Quellen und Ostsee-Wellen“ – wie unser Slogan es auf den Punkt bringt. Unsere phantastische Lage am Binzer Badestrand ist im Sommer natürlich fast das wichtigste – wem die See zu kalt ist, der badet im warmen Wasser der Therme.

Wolfgang:

Natürlich ist die Insel Rügen mit ihren vielen kulturellen und historischen Zielen, ihrer großen Vielfalt auch ein Ganzjahresziel. Aber – und das will ich hier unterstreichen – die Professionalität, die Freundlichkeit und Servicebereitschaft unserer Mitarbeiter haben dazu beigetragen, dass viele Gäste auch mehrmals im Jahr gern zu uns kommen und sich sofort hier zuhause fühlen.

 

Und in den Ferien? Sind Sie dann ein Kinderhotel?

Markus

(lacht): Na, nicht ganz. Aber auch wenn viele Kinder hier sind – und die finden hier ein kleines Paradies – ist unser Gelände doch so weitläufig, dass sich keiner gestört fühlt und jeder Urlaub nach seinem Geschmack machen kann. Dafür sorgen natürlich auch unsere großzügigen Strandappartements mit viel Platz für die Familie.

Wolfgang

(ergänzt): Ich will auch noch mal unterstreichen: Wir wollen Kinder, denn schließlich sind sie die Gäste von morgen. Und unser Kinderclub sorgt dafür, dass sich auch die Eltern gut erholen können.

 

Also stressfrei ins nächste Jahrzehnt. Auch wunschlos?

Wolfgang:

Ich will das auf die 3 Wünsche reduzieren, die ich vom 1. Tag an zum Leitbild unseres Hauses gemacht habe:

  • Ich wünsche mir, dass die Gäste sowohl die Entspannung als auch den Schutz unseres Heilwassers wirklich erleben und den Alltag hinter sich lassen.
  • Ich wünsche mir, dass unsere Hertha-Quelle, unser Heilwasser, nie versiegen möge.
  • Ich wünsche mir, dass sich die Gäste in unserem Haus wie Freunde betreut fühlen.

Und Ihr Wunsch, Markus?

Markus:

… dass sich unser Gast auch weiterhin in der ungezwungenen, natürlichen und lockeren Art unseres Hauses und seiner Mitarbeiter wohlfühlt.

 

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!


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